Offener Brief zur Landratswahl 2026 in der Uckermark

Worum es uns geht

Dieser offene Brief des Bündnisses Lebenswerte Uckermark für alle richtet sich an die Menschen im Landkreis Uckermark vor der Landratswahl am 19. April 2026. Er wirbt für Zusammenhalt, Menschenwürde und eine lebenswerte Region für alle. Auf dieser Seite finden Sie den offenen Brief, Informationen zur Landratswahl in der Uckermark und die Möglichkeit, den Aufruf zu unterzeichnen.

Warum wir diesen offenen Brief veröffentlichen


In den vergangenen Wochen haben sich Menschen aus der ganzen Uckermark zusammengeschlossen: Aus Vereinen, Initiativen, Unternehmen, Stiftungen, Kirchenkreisen und Zivilgesellschaft. Sie alle verbindet ein Gedanke, ein Wunsch an die Zukunft und an das Jetzt: Die Uckermark soll eine lebenswerte Region für alle sein. Im Mittelpunkt steht der Wunsch, Probleme und Herausforderungen gemeinsam anzugehen, anstatt abzulehnen, zuzuhören anstatt dazwischenzureden, mitzunehmen und nicht auszugrenzen.

Am 19. April 2026 wird in der Uckermark die Landrätin / der Landrat gewählt. Und es geht um mehr als einen Termin im Kalender. Es geht darum, wie unser Landkreis in den kommenden Jahren geführt wird. Deshalb wenden wir uns heute in einem offenen Brief an Sie.


Offener Brief


Liebe Uckermärkerinnen und Uckermärker,

Viele von Ihnen haben erlebt, wie ein Staat verschwand. Wie Betriebe schlossen. Wie Menschen gingen. Und wie andere blieben und sagten: Jetzt erst recht. Die Umbrüche kamen selten angekündigt. Und doch haben wir gelernt, nicht in Panik zu geraten.


Wir haben weiter Feuerwehr gemacht, Dorffeste organisiert, Kinder großgezogen und gearbeitet – in Werkhallen, auf Feldern oder im Büro.


Dann kam Corona. Plötzlich war Abstand Fürsorge, Diskussion Alltag und Verlässlichkeit keine Selbstverständlichkeit mehr. Da wurde wieder klar: Gemeinschaft ist kein WLAN – sie funktioniert nur, wenn man sich einwählt. Man muss erscheinen, mittragen und aushalten, dass nicht alle gleich denken.


Kaum war das überstanden, begann der Krieg in der Ukraine. Weltpolitik stand plötzlich im Hof. Energiefragen wurden konkret. Und gerade erleben wir erneut, wie nah die Welt ist: Der Krieg im Iran treibt Öl- und Gaspreise wieder nach oben.
Geflüchtete Menschen kommen an, Lieferketten geraten ins Wanken.


Auch hier zeigt sich: Selbst mit weitem Horizont lebt man nicht außerhalb der Welt.

Gleichzeitig spüren viele Menschen auch hier im Alltag, dass das Leben teurer geworden ist. Dass manche immer mehr haben – und andere immer genauer rechnen müssen.


Das sind reale Sorgen. Und sie verdienen ernsthafte Antworten. Sie verdienen, dass wir zuhören, dass wir hinsehen.

Vielleicht sind wir deshalb vorsichtig mit einfachen Lösungen. Rechtsextreme versprechen sie trotzdem. Aber sie leben von Ausgrenzung. Sie spalten dort, wo wir Zusammenhalt brauchen. Sie erklären Menschen zu Problemen, statt Probleme zu lösen.


Das ist keine Alternative für eine Region, die gelernt hat, mit Brüchen umzugehen, ohne
auseinanderzufallen.


Was wir brauchen, sind funktionierende Dinge: Busse, die fahren. Arztpraxen, die erreichbar sind. Schulen, die Perspektiven öffnen, Wohnraum für jede Brieftasche, eine Verwaltung, die ermöglicht statt ideologisch blockiert.


Darum geht es auch am 19. April. Nicht um große Parolen, sondern um Verantwortung – darum, wie dieser Landkreis geführt wird und ob er stabil, offen, fürsorglich und friedlich bleibt.


Wir sind keine Gegend für Drama. Aber auch keine für Gleichgültigkeit.


Darum reden Sie darüber: am Abendbrottisch, im Verein, mit Nachbarn und Kolleginnen und Kollegen. Mischen Sie sich ein. Und gehen Sie wählen.

Damit die Uckermark eine lebenswerte Region für alle bleibt.

Erstunterzeichnende

  • Bürgerstiftung Barnim Uckermark
  • Michaela Fröhling, Superintendentin Evangelischer Kirchenkreis Uckermark
  • Stephanus-Stiftung
  • Eryca Willinger, Vorsitzende Integrationsbeirat Uckermark
  • Kreissportbund Uckermark e.V.
  • Uwe Schmidt
  • Uta Leichsenring, Polizeipräsidentin a. D.
  • Evangelische Kirchengemeinde Templin
  • Wolfgang Banditt, ehem. Vorsitzender d. Kreistags Uckermark
  • Freundeskreis der NABU-Kirche Neu Temmen
  • Gabriele Förder-Hoff, Hotel Garni “Zum Eichwerder” Templin
  • Initiative Füreinander – Miteinander Gerswalde
  • Thomas Holbe, Geschäftsführer des LAFP e.V.
  • Kathrin Bohm-Berg, Geschäftsführerin Multikulturelles Centrum Templin e.V.
  • VVN-BdA Uckermark-Barnim
  • Kristóf Bálint, Generalsuperintendent Sprengel Potsdam
  • Katharina und Markus Räthel, Landgasthof Zum Grünen Baum, Temmen-Ringenwalde
  • Dr. Detlef Graf von Schwerin, Historiker und Polizeipräsident i. R.
  • Uwe Simon, Superintendent Evangelischer Kirchenkreis Oberes Havelland

849 UNTERZEICHNENDE


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Was bei der Landratswahl 2026 wichtig ist

Bei der Landratswahl am Sonntag, dem 19. April 2026, wählen die Menschen im Landkreis Uckermark ihre Landrätin oder ihren Landrat für die kommenden acht Jahre.

Webseite des Landkreises Uckermark zur Landratswahl 2026: https://www.uckermark.de/Landkreis-Politik/Wahlen/

Mögliche Stichwahl: 10. Mai 2026

Kandidaten: Karina Dörk (CDU) und Felix Teichner (AfD)

Briefwahl ist möglich (weitere Informationen hierzu auf der Webseite des Landkreises Uckermark zur Landratswahl 2026)

Gewählt ist, wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen und zugleich mindestens 15 % aller Wahlberechtigten erreicht